<![CDATA[MuseumStories - Blog]]>Thu, 14 Jan 2016 20:29:01 -0800Weebly<![CDATA[Wie Museen ihre Geschichten festhalten können]]>Tue, 11 Feb 2014 03:33:19 GMThttp://www.museumstories.de/blog1/how-museums-can-capture-storiesGeschichten faszinieren mich seit langem. Zuerst waren es die Geschichten von Freunden, Familie, meiner Heimatstadt. Dann begann ich im Museumskontext zu arbeiten und entdeckte all die Geschichten dort, manchmal offensichtlich, oftmals verborgen.

Im Zusammentreffen mit Museumsbesuchern oder Sammlern war ich immer wieder von ihrer Bereitschaft berührt, mit denen sie die Geschichten hinter den Objekten erzählen wollten. Sei es die Herkunft der Objekte, ihre Funktion oder ihre Verwendung. Seien es die von Fotos ausgelösten Kindheitserinnerungen oder tiefgreifende Erfahrungen als Erwachsener.

Als ich hunderte von Objekten in einer digitalen Datenbank archivierte, fragte ich mich immer wieder, wie man diese Geschichten für die Zukunft festhalten kann.

Als ich in Berkeley in Kalifornien die Methode des Digital Storytelling lernte, war ich von der Kraft und dem Potential beeindruckt, die Digital Storytelling bietet, um genau diese Geschichten festzuhalten.

In Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum in Bietigheim-Bissingen haben wir nun ein gemeinsames Projekt gestartet: „Digitales Erbe für Bietigheim-Bissingen – BürgerInnen erzählen Stadtgeschichte“. Die Geschichten erzählen von persönlichen Ereignissen und spannen einen Bogen von 1936 über den  2. Weltkrieg, die 1950er Jahre bis heute. Sie werden in der Ausstellung „750 Jahre Stadtrechte“ ab Ende März 2014 gezeigt werden.

Die Arbeit mit den Geschichtenerzählern hat mich tief beeindruckt. Zwei von ihnen waren Kinder während des 2. Weltkriegs. Die Geschichten, die sie mit uns teilen, spiegeln die lokale Stadt- und Landesgeschichte auf sehr persönliche Art und Weise wider. In den entstandenen Filmen spürt man die Angst während der Bombenangriffe oder die Strenge, die in der Schulbildung der 1930er Jahre herrschte, deutlich.


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